Instagram wird wohl bald Impfgegner-Hashtags blocken

01 Jan, 2020

Die Verbreitung von Falschinformationen ist auf Facebook-Plattformen nichts Neues mehr. Jetzt geht Instagram vermutlich bald gegen die schon lange präsente Kritik daran vor.

Aktuell befindet sich der Facebook-Konzern samt seiner Tochterunternehmen wie Instagram auf einem selbsternannten PR-Feldzug gegen Falschinformationen auf seinen Plattformen und möchte sich Aussagen der Facebook-Chefetage für ein besseres Nutzererlebnis einsetzen. Aktuell wurden neue Regelungen für die Sicherheit der User auf Instagram bekannt gegeben – nun beginnt der Vormarsch gegen die Verbreitung von Falschinformationen zum Thema Impfen auf Instagram und Facebook.

Hashtags von Impfgegner werden in Kooperation mit der WHO blockiert

Das Tochterunternehmen bzw. die Plattform Instagram möchte dabei auf die Expertise von renommierten Organisationen wie der World Health Organisation (WHO) zurückgreifen. Beiträge, die mit bestimmten Hashtags versehen worden sind und laut solcher renommierten Organisationen nachweislich falsche Informationen beinhalten und infolgedessen „geflagged“ wurden, sollen künftig zensiert werden. Das betrifft dann nicht nur einzelne Beiträge, sondern soll auf die Kombination von verbreiteten Impfgegner-Hashtags mit Falschinformationen Anwendung finden.

Äußerung zur Maßnahme gegen Impfgegner-Hashtags durch Instagram-Chefebene

Das bestätigte Karina Newton, Global Head of Public Policy letzten Donnerstag auf einer Presseveranstaltung in San Francisco. Damit setzt Instagram als Teil des Facebook-Konzern dessen Ankündigung durch, die da im März lautete, dass man verstärkt gegen Hoaxes und Desinformation in Bezug auf das Impfen vorgehen wollen würde. Hashtags wie „VaccinesKill“ wurden tatsächlich bereits von Instagram blockiert und sind nicht länger für die Markierung von Instagram-Posts verfügbar. Die aktuelle Methode Instagrams stützt sich auf das Vier-Augen-Prinzip: Wenn ein Post bereits gelöscht – also zensiert – wurde, kann man um Ansicht durch einen weiteren Mitarbeiter bitten. Sollte dieser ein anderes Urteil zugunsten des Impfgegner fällen, wird der gelöschte Post wiederhergestellt. Wie sinnvoll dieses Vorgehen in Bezug auf unsere Freiheit zur Meinungsäußerung ist, bleibt fraglich.